Der erste Schritt zum Berufung finden

Der erste Schritt zum Berufung finden – Die Standortanalyse

Wenn Sie Ihre Berufung finden und so bald wie möglich leben wollen, nehmen Sie im ersten Schritt idealerweise eine gründliche Standortbestimmung vor. Sie finden heraus, wo Sie in Sachen Berufung und Lebensumstände stehen, was schon gut ist und was sich möglichst ändern soll.

Laut der vielzitierten Gallup-Studie, sind nahezu 90% der Menschen in Deutschland unzufrieden in und mit ihrem Job oder den Rahmenbedingungen und machen nur noch Dienst nach Vorschrift.

Ob Sie dazu gehören können Sie leicht testen, in dem Sie sich fragen, ob Sie Folgendes kennen:

• Sie freuen sich montags schon wieder aufs nächste Wochenende
• Sie lieben es, zu Beginn des Jahres die Urlaubsplanung zu machen und freuen sich dann ganz besonders auf die Zeiten, wo Sie nicht zur Arbeit müssen
• Sie träumen immer wieder von Dingen, die Sie lieber täten, als Ihren aktuellen Job

Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, dann sind Sie vielleicht schon im richtigen Job und Ihrer Berufung ganz nah. Eventuell haben Sie noch die falschen Rahmenbedingungen. Oder fühlen sich einfach noch nicht sicher. Vielleicht kennen Sie aber auch eins davon oder sogar alle drei Punkte aus Ihrem Berufsleben. Dann geht es sicher auch darum, Ihre Berufung und den dazu passenden Job zu finden.

 

Die Skalenfrage

Denken Sie jetzt bitte an Ihren aktuellen Job mit all seinen Facetten, mit den guten und den weniger guten Seiten. Und jetzt schätzen Sie Ihren Job auf einer Skala von 1 bis 10 ein. Wobei 1 ganz schrecklich und 10 absolut fantastisch ist. Nicht lange überlegen. Wählen Sie einfach eine Zahl.

Ihr Ergebnis:

1-4: Dieser Job kann nicht Ihre Berufung sein. Selbst die schlimmsten Rahmenbedingungen schaffen es nicht, ihn so mies zu machen. Hier ist Handlungsbedarf, damit es Ihnen wieder gut geht.

5-7: So können Sie theoretisch weitermachen. Es ist allerdings noch einiges an Luft nach oben. Und vielleicht sind Sie auch noch nicht im richtigen Job, aber Sie haben super Kollegen oder tolle Arbeitszeiten oder besondere Vergünstigungen, die das wieder wettmachen. Das ist der Zustand von „ganz okay“.

8-9: Glückwunsch! Damit sind Sie schon ganz nah dran. Kann sein, dass Sie Ihre Berufung schon gefunden haben und dass es nur noch ums Feintuning geht. Viel ist hier auf jeden Fall nicht mehr zu tun.

10: Toll! Sie haben offenbar gerade eine richtig gute Zeit. Vielleicht fürchten Sie allerdings, dass das nicht so bleibt. Oder Sie sind trotzdem noch nicht ganz sicher, ob Sie schon am richtigen Platz sind oder ob da noch etwas anderes wartet. Das ist leicht herauszufinden.

 

Liegt es am Job oder an den Rahmenbedingungen?

Wenn Ihr Ergebnis zwischen 1 und 7 liegt (und die folgenden Gedanken gelten auch für Sie, wenn Sie schon auf 8 oder besser sind), dann kann das sowohl am falschen Job, als auch an den falschen Rahmenbedingungen liegen. Das ist ganz leicht herauszufinden.

Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie könnten Ihren aktuellen Job genauso weiter machen, aber diesmal sind alle Rahmenbedingungen perfekt. Der Chef ist super und unterstützt Sie und hat jederzeit ein offenes Ohr für Ihre Wünsche und Ideen. Die Kollegen sind alle nett und warmherzig und hochprofessionell. Die Anfahrt zu Ihrer Arbeit ist rasch und genau so, wie Sie sie mögen. Ihre Arbeitszeiten sind ideal.

Wenn Sie also unter all diesen Bedingungen Ihren aktuellen Job weiter machen würden, wieviel Punkte bekäme er dann?

Bleibt es bei Ihrem vorherigen Ergebnis oder geht nur leicht nach oben, dann kann der Job beim besten Willen nicht Ihre Berufung sein. Springt der Wert aber gleich ein paar Punkte hoch oder dringt sogar in den Raum 8 bis 10 vor, dann ist der Job selbst schon gut und es liegt vorwiegend an Ihrem Umfeld und Ihren Arbeitsbedingungen, dass Sie nicht zufrieden sind. Umso wichtiger dann, herauszufinden, was Sie wirklich brauchen, um auf Dauer glücklich zu sein.

Wenn das Genannte also auf Sie zutrifft (und wenn nicht kann es auch nicht schaden, diese Gedanken noch mal zu besinnen), dann denken Sie einmal kurz über die Rahmenbedingungen nach, die Sie glücklich machen und in denen es Ihnen gut geht. Noch besser, schreiben Sie sie gleich für sich auf.

 

Welche Rahmenbedingungen rings um Ihrem Beruf machen Sie glücklich?

• Wie arbeiten Sie am liebsten?
• Allein oder mit anderen? Mal so, mal so?
• Lieber im Großraum- oder im Einzelbüro?
• Oder noch viel lieber im Homeoffice?
• Angestellt oder selbstständig?
• In einem kleinen Familienunternehmen, bei einem Mittelständler oder bei einem Konzern?
• Selbstständig als Freiberufler?
• Oder doch lieber mit einem kleinen Team?
• Wie sollen die Kollegen sein?
• Wollen Sie In der Stadt oder auf dem Land arbeiten?
• Zu Fuß zur Arbeit oder mit dem Rad oder jeden Tag Auto oder Bahn fahren?
• Wollen Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen können?
• Viel Reisen?

Schreiben Sie alles auf, was Ihnen wichtig ist. Dadurch machen Sie sich klar, was Sie wirklich brauchen und dann passen Sie Ihre Arbeitsbedingungen so weit wie möglich an Ihre Bedürfnisse an.

Sprechen Sie mit Ihrem Chef wegen eines Home-Office Tages oder reduzierter Arbeitszeit. Fragen Sie die Kollegen, ob alle einverstanden sind, wenn Sie das Büro begrünen. Oder schlagen Sie dem Projektteam für kreative Arbeiten einen Raum außerhalb der Stadt vor, wo Sie sich wohler fühlen und besser arbeiten können.

Ihre Berufung ist es nur dann, wenn Sie den richtigen Job UND die richtigen Rahmenbedingungen haben!

 

Nur wenn Ihnen wirklich klar ist, was Ihnen gut tut und wie Sie wirklich am liebsten leben und arbeiten wollen, können Sie auch erkennen, ob das, was Sie jetzt tun, bereits das Richtige für Sie ist. Und wenn es das nicht ist, dann können Sie es endlich ändern.

Der alte Spruch „Love it, change it or leave it“, gilt auch hier.

 

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Take Action!

Welche Erkenntnis nehmen Sie aus diesem Artikel mit?
Wie können Sie das in Ihrem Leben umsetzen?
Was ist der erste Schritt und bis wann wollen Sie ihn getan haben?

 

Danke fürs Lesen!

 

Alles Liebe und bis bald

 

Angelika Gulder

 

P.S. Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Sie kennen jemanden, dem er nützlich sein kann? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn weiterleiten!

 

Comments

  1. Die Standortbestimmung finde ich auch sehr wichtig. Nach meiner Erfahrung bringt oftmals der Blick von Außen auf das Hier und Jetzt wertvolle, gewinnbringende Impulse. So muss es nicht immer der komplette Neubeginn sein, auch eine angeleitete Kurskorrektur kann hilfreich sein, mit mehr Motivation und gestärkter Selbstwirksamkeit weiter zu gehen.

    Freue mich über Ihre Artikel!

    Schöne Grüße, Peter Reitz

    • Angelika Gulder

      Lieber Peter,
      vielen Dank für die freundliche Rückmeldung!
      Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung.
      Die kleinen Schritte bringen nach einer Weile oft sogar noch mehr.
      Herzliche Grüße
      Angelika

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