Wie man große Aufgaben endlich angeht und zu Ende bringt (und dabei die Nerven behält)

Wie man große Aufgaben endlich angeht und zu Ende bringt (und dabei die Nerven behält)

 

Liebe Leser,

es ist verführerisch, spontan den eigenen Wünschen nachzugeben oder als Erstes das zu tun, was am angenehmsten ist. Oft hat diese Vorgehensweise aber den Nebeneffekt, dass wichtige, aber nicht so einfache Aufgaben bis zum nächsten Tag oder bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag liegen bleiben.

 

Manches erledigt sich dann ja tatsächlich von selbst. Anderes wird durch das Aufschieben aber nur noch größer. Bis man es sich irgendwann gar nicht mehr zutraut.

 

Erst die großen Steine in den Eimer

 

Ein geflügeltes Wort aus dem Zeitmanagement ist, erst die großen Steine in den Eimer zu legen. Das heißt, als Erstes die Aufgaben zu planen, die den größten Aufwand erfordern, und dann die kleineren Kieselchen, also die weniger aufwändigen Aufgaben später oder auch mal zwischendurch unterzubringen. Allerdings, wer die großen Steine heben könnte, hätte es ja längst getan.

 

Große Steine erschlagen manchmal allein durch ihren Anblick, sodass man nur wie gelähmt davor stehen kann. Der Trick ist, sie kleiner zu machen, sie in überschaubare Häppchen zu zerlegen, sie dann anzugehen und wirklich bei der Sache zu bleiben.

 

Eins nach dem anderen tun. Schluss mit Multitasking. Konzentrieren heißt, nicht zwischendurch mal schnell die E-Mails zu checken oder einen Anruf zu machen. Nein: bei der Sache bleiben.

Jede Aufgabe ist es wert, unsere ganze Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch die unliebsamen. Und am Ende gönnen Sie sich eine schöne Belohnung.

 

Schritt für Schritt

 

Doch wie kann man es schaffen, etwas tatsächlich anzugehen, wenn es schon beim Drandenken einen Schweißausbruch beschert oder tonnenschwer auf den Schultern lastet? Genauso, wie man einen hohen Berg besteigen würde: Schritt für Schritt für Schritt.

 

Je länger wir eine Aufgabe aufschieben, desto größer wird sie in unserer Wahrnehmung. Neben dem tatsächlichen Aufwand kommt durchs Aufschieben nämlich noch das schlechte Gewissen dazu. Irgendwann ist der Berg dann zu groß, um den ersten, entscheidenden Schritt noch zu machen.

Machen Sie deshalb den Berg und damit den Schritt einfach kleiner.

 

 

Der kleinstmögliche Schritt

 

Denken Sie kurz an eine Aufgabe, die Sie schon länger vor sich herschieben. Vielleicht ein Protokoll, das Sie noch erstellen müssen oder die überfällige Steuererklärung. Was ist der kleinstmögliche erste Schritt, den Sie tun können, um sich dieser Aufgabe zu nähern? Faustregel ist, dass dieser erste

Mini-Schritt höchstens drei bis fünf Minuten dauern sollte. Im Fall des Protokolls ist das vielleicht, die Datei im PC anzulegen. Bei der Steuererklärung könnte der erste Schritt sein, das aktuelle Steuerprogramm im Internet zu besorgen.

 

Wenn Sie den kleinstmöglichen Schritt für Ihr Thema gefunden haben, dann überlegen Sie nicht mehr lange, wann Sie ihn ausführen, sondern machen Sie ihn gleich. Sofort! Jetzt! Und dann den nächsten.

 

 

Konsequent bleiben

 

Vielleicht denken Sie jetzt, dass die Aufgabe davon ja nicht kleiner oder interessanter wird. Dass Sie dann immer noch Lichtjahre vom Ziel entfernt sind. Doch das stimmt nicht.

Sie sind einen entscheidenden, nämlich den ersten Schritt weiter. Wenn der erste Schritt getan ist, fragen Sie sich wieder, was der nächste kleinstmögliche Schritt ist. Oder die nächsten drei. Die gehen Sie dann und legen die nächsten kleinen Schritte fest.

 

Wichtig ist, dass Sie dabei konsequent sind und jeden Tag (oder auch dreimal am Tag oder so oft, wie Sie eben wollen) den nächsten Schritt tatsächlich gehen. Das Gute dabei ist, Sie haben nach kurzer Zeit das Gefühl, voranzukommen und fühlen sich der Aufgabe, dem Berg an Arbeit weniger ausgeliefert. Früher oder später erreichen Sie so den Punkt, an dem Sie motiviert sind, die Sache abzuschließen, und von selbst mehr kleine oder sogar größere Schritte gehen, bis Sie es geschafft haben. Und das fühlt sich dann richtig gut an. Versprochen.

 

 

Zusammengefasst: So schaffen Sie große Aufgaben

 

  • Entscheiden Sie sich dafür, dass Thema X jetzt absolute Priorität hat.
  • Brechen Sie es in so kleine Aufgaben herunter, dass Sie sicher sind, dass Sie sie bewältigen werden.
  • Finden Sie einen Termin, an dem Sie sich genug Zeit dafür einplanen.
  • Schaufele Sie sich wenn nötig die Zeit dafür frei.
  • Lösen Sie sich von allen anderen Verpflichtungen in dieser Zeit.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie absolut ungestört arbeiten können.
  • Belohnen Sie sich auch für die kleinen Schritte, so oft es Ihnen gut tut.
  • Bleiben Sie dran, auch wenn es schwerfällt.
  • Bleiben Sie dran!
  • Bleiben Sie dran!
  • Schauen Sie stolz wie Oskar auf Ihr Ergebnis, wenn Sie es geschafft haben.
  • Und gönnen Sie sich eine richtig schöne Belohnung.

 

Take Action!

Welche Erkenntnis nehmen Sie aus diesem Artikel mit?

Wie können Sie das in Ihrem Leben umsetzen?

Was ist der erste Schritt und bis wann wollen Sie ihn getan haben?

 

Danke fürs Lesen!

 

Alles Liebe und bis bald

 

Angelika Gulder

 

P.S. Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Sie kennen jemanden, dem er nützlich sein kann? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn weiterleiten!

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